4.1 Die 2 Hauptaufgaben

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Die beiden Hauptaufgaben des Projektmanagements lassen sich wie folgt definieren:

  1. Mit Projektmanagement wird sichergestellt, dass das Projekt einen lohnenswerten, sinnvollen Auftrag erfüllen kann – dass die Projektziele erstrebenswert sind. Dies unter Berücksichtigung der übergeordneten Unternehmensziele sowie anderer, in Konkurrenz stehender Projekte. Dies ist die Hauptaufgabe der «Phase 0» – der Projektvorbereitung. Die Frage nach erstrebenswerten Zielen bleibt dabei aber weit über diese Startphase hinaus aktuell. 
  2. Im Projektmanagement werden alle notwendigen Planungs-, Überwachungs- und Steuerungsmassnahmen und die geeigneten Mittel angewendet, um die Ziele des Vorhabens zu erreichen – in einzelnen Aspekten womöglich zu übertreffen.

Die erste Hauptaufgabe kommt in den herkömmlichen Definitionen des Projektmanagements nicht ausreichend zum Ausdruck, ihr muss künftig entschieden mehr Nachdruck verleiht werden.Nachdruck verliehen werden. Hier kommt insb. auch das Prinzip des Projekt-Erfolgsmanagements zum Tragen: Das Projekt und jede seiner Aktivitäten müssen immer am Beitrag an den Erfolg der Organisation als Ganzes gemessen werden. Das Start-Brainstorming und insbesondere das Ausbrechen mit der „Maske 23“ sind die dazu passenden Methoden.

Zur zweiten Hauptaufgabe gehören im Einzelnen die Strukturierung, Planung, Überwachung und Steuerung aller Projektaktivitäten und des Projektprozesses, die Führung des Projektteams und die Koordination der Projektbeteiligten. Sodann gehört das Erkennen und Bewältigen von Projektrisiken, das rasche Reagieren auf drohende oder eingetretene Planabweichungen, in Verbindung mit einer möglichst ausgeprägten Auftraggeber-/Kundenorientierung im Projekt, dazu.

Aus der Erreichung erstrebenswerter Sach-, Termin- und Kostenziele im Projekt resultieren letztlich zufriedene Auftraggeber, Kunden, Partner und Mitarbeiter - vor allem aber ein möglichst grosser Nutzen für die Unternehmung oder die Organisation. Das Projekt-Erfolgsmanagement in Abschnitt B 6.6 steht voll im Dienste dieser Philosophie.

Da auch das Management des gesamten Projektportfolios Teil des Projektmanagements ist, besteht ein weiteres Hauptziel darin, ein Gesamtoptimum über alle Projekte eines Unternehmens bzw. einer Organisationseinheit zu erreichen.

Und schliesslich ist es die vornehme Aufgabe des Projektmanagements, die – positiven und negativen – Erfahrungen im Projekt für künftige Vorhaben sowie die bestehende Linienorganisation nutzbar zu machen. Mit einem bewussten, pragmatisch gehaltenen Projektmanagement, das sowohl die Ebene des Einzelprojektes als auch jene des Managements des gesamten Projektportfolios im Kontext der Unternehmensstrategie umfasst, lässt sich ein hoher Nutzen für das Unternehmen erreichen. Auch wenn die Quantifizierung dieses Nutzens wegen der zahlreichen Einflussfaktoren sowie der indirekten und qualitativen Effekte problematisch ist, steht diese Feststellung ausser Zweifel.

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